Oper und Konzerte in Rom

Teatro dell'Opera di Roma


I (Palchi centrali plt 1-2 Ord avanti), € 120
II (Poltronissime di Platea), € 120
III (Poltrone di Platea), € 108



Suite en blanc / Serenade / Bolero

Suite en blanc / Serenade / Bolero

Freunde des neoklassischen Balletts werden in dieser Spielzeit die Dreifachvorstellung Suite en blanc / Serenade / Bolero im Teatro Costanzi in Rom lieben. Darin glänzen die beliebten Komponisten Édouard Lalo, Piotr Iljitsch Tschaikowski und Maurice Ravel mit einigen ihrer besten Melodien, die von einigen der renommiertesten Choreografen des 20. Jahrhunderts in tänzerische Darbietungen übersetzt worden sind. Die Kombinationen wecken Emotionen, unterhalten und verschaffen einen unvergesslichen Abend mit Musik, Bewegung und hoher Kunst.

Die dreifache Vorstellung beginnt mit Suite en blanc, einer klassischen Ballettdarbietung des Choreografen Serge Lifar. Die rein weißen Kostüme der Darsteller verleihen dem Stück seinen Namen („Eine Suite in Weiß“ in englischer Sprache). Ballettkompanien überall auf der Welt lieben es, dieses Stück zu inszenieren, weil es technisch höchst anspruchsvoll ist und Tänzern die Möglichkeit gibt, sowohl ihre Expressivität als auch ihre Virtuosität zu demonstrieren. Édouard Lalo komponierte die Musik ursprünglich für das Ballett Namouna aus dem 19. Jahrhundert, das von Lucien Petipa choreografiert wurde, doch das Stück machte keinen besonderen Eindruck. Lifar erkannte jedoch das Potenzial der Partitur und schuf eine neue Choreografie, die sich weniger auf die Handlung als auf den assoziativen Charakter des Tanzes konzentrierte. So wurde Suite en blanc ein zeitloser Hit.

Das zweite Einakter-Ballett des Abends ist Serenade mit Musik des großen Piotr Iljitsch Tschaikowski. Es war ein Originalballett von George Balanchine und gleichzeitig dessen amerikanisches Choreografiedebüt des Jahres 1934. Der Tanzmeister hatte für seine Ballettschüler eine komplexe Übungsroutine mit vier unterschiedlichen Sätzen zusammengestellt, von denen jeder durch sorgfältig ausgeführte Bühnenbewegungen eine bestimmte Emotion ausdrückte. In Kombination mit Tschaikowskis großartiger romantischer Vertonung wurde Serenade geboren und ist seitdem ein beliebtes neoklassizistisches Ballett für Ensembles auf der ganzen Welt.

Maurice Ravels faszinierender Bolero mit der visuell atemberaubenden Choreografie von Krzysztof Pastor rundet den neoklassizistischen Ballettabend im Teatro dell'Opera di Roma ab. Das Musikstück selbst debütierte 1928 an der Pariser Oper und wurde mit seinem Ostinato-Rhythmus (seltsamerweise kein klassischer Bolero!) zum Kultklassiker. Das auf der Komposition basierende Ballett hatte 2012 sein eigenes Debüt an der Niederländischen Nationaloper und im niederländischen Ballett und erfreut sich seitdem ähnlicher Beifallsstürme sowie eines ebenso großen Erfolgs. Lassen Sie sich auf den Flügeln von Ravels Melodien durch die Lüfte tragen!




image Silvia Lelli / Teatro dell'Opera di Roma