Oper und Konzerte in Rom

Teatro dell'Opera di Roma


I (Palchi centrali plt 1-2 Ord avanti), € 204
II (Poltronissime di Platea), € 192
III (Poltrone di Platea), € 180
IV (Palchi Centrali plt 1-2 ord dietro), € 180



Turandot, Oper von G. Puccini

Turandot, Oper von G. Puccini

Turandot ist das letzte, unvollendete Werk des großen Giacomo Puccini. Während seine Zeit verging und eine schmerzhafte Krankheit seine Kräfte einschränkte, schenkte der große Maestro seinem ultimativ letzten Projekt jedes kleine, verbliebene Bisschen an Kreativität und Leidenschaft. Nach einigen Berichten ist er gestorben, als er eine Seite der noch unvollendeten Partitur in der Hand gehalten hatte. Die Uraufführung fand am 25. April 1926 in der Mailänder Scala statt. Sein Freund, der Dirigent Arturo Toscanini, hielt den Taktstock und würdigte den verstorbenen Puccini auf emotionale Weise, indem er die Aufführung an dem Punkt unterbrach, an dem die ursprüngliche Partitur endete. Nachfolgende Aufführungen beinhalten das Ende von Franco Alfano, einem Schüler von Puccini, und das Teatro Costanzi in Rom präsentiert Turandot nun in seiner offiziellen Pracht.

Puccini hatte ein Händchen für exotische Opernkulissen. Für Turandot konzentrierten sich der Komponist und die Librettisten Giuseppe Adami und Renato Simoni auf eine zentralasiatische Legende über die Prinzessin mit einem Herzen aus Stein. Die Geschichte, die zuvor von dem italienischen Dramatiker Carlo Gozzi inszeniert wurde, erzählt von Turandots grausamer Behandlung ihrer königlichen Freier: Um ihre Hand zu gewinnen und sie zu ehelichen, müssen sie ihre Rätsel beantworten – oder sich der Hinrichtung stellen. Der gutaussehende Prinz Calaf rechnet sich Chancen auf Turandots Königreich aus und ist anfangs entsetzt über ihre Gefühllosigkeit, doch ihre Schönheit überzeugt ihn sofort. Wie durch ein Wunder beantwortet er ihre Frage, muss jedoch erkennen, dass sie nicht bereit dazu ist, ihren Teil des Geschäfts zu erfüllen. In einer letzten Liebesprüfung stellt Calaf Turandot ein eigenes Rätsel: Wenn sie es schafft, bis Sonnenaufgang seinen wahren Namen zu erfahren, stehe es ihr frei, ihn wie die anderen Bewerber hinzurichten. Nun hängt alles von Turandots wahren Gefühlen ab...

Es gibt kaum einen passenderen Abgang für Puccinis reiche musikalische Karriere als Turandot. Die Partitur pulsiert mit kreativer Energie und reichen Melodien, die mühelos mit europäischen und asiatischen Sprachbildern spielen. Der einzigartige Stil der musikalischen Charakterisierung des Maestros porträtiert die Charaktere auf einnehmende und aufregende Weise, und die aufrüttelnde Orchestrierung treibt die Handlung voran. Die glorreiche Arie „Nessun dorma“, eine Bestätigung des Lebens, der Hoffnung und der Liebe, bleibt eine der beliebtesten im Opernkanon.




image Silvia Lelli / Teatro dell'Opera di Roma