Oper und Konzerte in Rom

Teatro dell'Opera di Roma


III (Poltrone di Platea), € 188
V (Palchi Laterali plt 1 Ord avanti), € 162



Peter Grimes, Oper von B. Britten

Peter Grimes, Oper von B. Britten

Das Teatro dell’Opera di Roma inszeniert eine Produktion von Benjamin Brittens beliebter Oper Peter Grimes. Dieses große Opernhaus im Herzen der italienischen Hauptstadt wurde erstmals im Jahr 1880 eröffnet und gilt weithin als eines der führenden Opernhäuser im ganzen Land. Die aufgeführte Oper besteht aus einem Prolog und drei Akten und dürfte für spektakuläre musikalische Unterhaltung und Dramatik bei allen Besuchern sorgen. Peter Grimes wurde seit seiner Uraufführung viele Male produziert, und zahlreiche Aufnahmen wurden von ihm angefertigt.

Britten schrieb Peter Grimes während des Zweiten Weltkriegs. Er begann damit in den Vereinigten Staaten und vollendete ihn, als er im Jahr 1943 in sein Heimatland Großbritannien zurückkehrte. Es entstand, nachdem Britten George Crabbes Erzählgedicht The Borough (auf Deutsch: Die Gemeinde) gelesen hatte. Das Werk wurde am 7. Juni 1945 am Sadler's Wells Theatre in London uraufgeführt und war sofort ein Erfolg bei Opernkritikern und Publikum gleichermaßen. Obwohl die Oper in einer fiktiven Umgebung spielt, sind sich mittlerweile viele Menschen darüber einig, dass die kleine Küstenstadt, in der die Handlung spielt, auf der Küstengemeinde Aldeburgh in Suffolk basiert. Hier wurde Crabbe geboren und, wenn auch später in seinem Leben, war sie Brittens Heimatstadt.

Peter Grimes wird oft als eine verstörende Oper beschrieben. Im Mittelpunkt steht der Absturz eines Fischers in einer eng verwobenen Gemeinschaft am Meer und die schlicht verheerenden Folgen, die mit einem vermissten Lehrling einhergehen, der zuvor bei der Titelfigur angestellt war. Es tauchen Fragen auf, wer möglicherweise an dem Verschwinden beteiligt gewesen sein könnte. Themen wie Isolation, Vorurteile und die Negativität, die Kleinstadtklatsch haben kann, bestimmen bald den Alltag. Demgegenüber steht auch das Thema des Meeres, das Britten offensichtlich als Metapher für einerseits das Verhüllen und andererseits das Offenlegen von Angelegenheiten verwendet. Britten schrieb einige musikalische Zwischenspiele zum Thema Meer. Diese hatten den praktischen Vorteil, dass genügend Zeit für die Szenenwechsel auf der Bühne blieb. Allerdings sind die Sea Interludes (auf Deutsch: Zwischenspiele des Meeres), wie sie zusammenfassend genannt werden, inzwischen eigenständiger geworden und wurden separat veröffentlicht.

Diese Inszenierung von Peter Grimes am Teatro Costanzi, wie das Teatro dell'Opera di Roma auch genannt wird, wird das Publikum begeistern, das Brittens Musik bereits kennt und liebt. Doch sie ist zweifellos eine Oper, die ebenso für Einsteiger in sein Werk ein großer musikalischer Genuss sein wird.




image Silvia Lelli / Teatro dell'Opera di Roma