Oper und Konzerte in Rom

Teatro dell'Opera di Roma


I (Palchi centrali plt 1-2 Ord avanti), € 204
II (Poltronissime di Platea), € 192
III (Poltrone di Platea), € 180
IV (Palchi Centrali plt 1-2 ord dietro), € 180
V (Palchi Laterali plt 1 Ord avanti), € 156



Kát’a Kabanová, Oper von by L. Janáček

Kát’a Kabanová, Oper von by L. Janáček

Künstler aller Art sind oft von der Liebe motiviert, einige ihrer besten Werke zu schaffen. Das gilt mit Sicherheit für Leoš Janáček, der im Alter von 67 Jahren Kat’a Kabanová schuf, seine erste „reife“ Oper und das mit ihm am häufigsten assoziierte Werk. Er war von seiner Besessenheit für die junge Kamila Strösslová getrieben, einer verheirateten Frau, die fast vier Jahrzehnte jünger war als er selbst. Obwohl die Liebesbeziehung nie weit kam, hat sie Janáčeks Schaffensprozess beflügelt und ihn dazu gebracht, seine bekannteste dramatische Oper zu schaffen. Kat’a Kabanová erobert nun die Bühne des Teatro dell’Opera di Roma mit traditionellem slawischem Flair.

Janáček und sein Librettist Vincenc Červinka adaptierten The Storm (Der Sturm), ein Drama, in das der russische Dramatiker Alexander Ostrovsky eine starke Gesellschaftskritik hineinwebte. Die Geschichte ist eine klassische Dreiecksbeziehung zwischen Tichon, einem zielstrebigen Kaufmann und unaufmerksamen Ehemann; Kat’a, seiner jungen Frau, die sich vernachlässigt fühlt, ständig kritisiert wird und sich nach wahrer Liebe sehnt; und Boris, einem Freund der Familie, der eine gefährliche Verbindung mit Kat’a aufbaut. Während Stürme auf und neben der Bühne toben, steigt der innere emotionale Aufruhr hinauf zu einem explosiven Siedepunkt.

Beim Komponieren von Kat’a Kabanová ließ Janáček seiner Kreativität freien Lauf. In seinen ungezügelten Melodien und tschechisch-mährischen Wendungen zeigt sich, dass er seine eigene neu gefundene Liebe feierte. Die kleinen Passagen wiederum dürften seine Befürchtung offenbaren, dass sich wohl nichts Großes aus seiner Zuneigung zu Kamila entwickelt. Letztlich kam die Beziehung für den Komponisten nicht zustande, und seine Gefühle blieben größtenteils unbeantwortet. Trotzdem kostete Janáček durch Kat’a und Boris ein wenig davon, was hätte sein können, und seine dramatische Partitur spiegelt die intensiven Emotionen wider, die er durchmachte. Den eigenen Liebeskummer und die Wünsche des Komponisten fließen ungehindert in Kat’a Kabanová ein, eine beispielhafte Version für das heiße slawische Temperament und einen Hang zum Dramatischen. Das Publikum im Teatro Costanzi in Rom erwartet eine wilde, stürmische Fahrt.




image Silvia Lelli / Teatro dell'Opera di Roma