Oper und Konzerte in Rom




    Die lustige Witwe, Operette von F. Lehár

    Die lustige Witwe, Operette von F. Lehár

    Die lustige Witwe wurde für den österreichisch-ungarischen Komponisten Franz Lehár sofort bei ihrer bombastischen Premiere im Theater an der Wien in Wien am 30. Dezember 1905 zur Visitenkarte. Die Geschichte der unvorstellbar reichen, verwitweten Adligen aus einem verarmten Herzogtum auf dem Balkan trifft das Publikum stets sofort ins Herz. Und die Operette hat in ihrem langen und geschichtsträchtigen Leben auf vielen internationalen Bühnen Tausende von Aufführungen genossen. Das Teatro dell'Opera di Roma belebt jetzt Die lustige Witwe in der einzigartigen Atmosphäre der Thermen des Caracalla, in denen die Fremdartigkeit und der Adel der Handlung ein neues, angemessenes Leben finden.

    Die Librettisten Viktor Léon und Leo Stein adaptierten die Handlung aus dem Stück L’attaché d’ambassade (oder Der Botschaftsattaché) des französischen Dramatikers Henri Meilhac. Ihre ursprüngliche Wahl für den Komponisten war auf Richard Heuberger gefallen; gleichwohl lehnten sie dessen Vertonung rasch ab und entschieden sich stattdessen für Franz Lehár. Obwohl er bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei Erfahrung mit dem Verfassen von komödiantischen Operetten hatte, produzierte der Komponist recht zügig eine Reihe wundervoller Arien und Instrumentalstücke, die ihm das Vertrauen von Léon und Stein einbringen konnten. Mit intimen Kenntnissen der slawischen Folklore konnte Lehár eine einzigartig klingende und atmosphärische Partitur produzieren, die der Operette ihren typischen Charme verleiht. Herausragende Nummern wie die Arie „Vilja-Lied“ und „Der Lustige-Witwe-Walzer“ („Lippen schweigen“) zählen zu den denkwürdigsten des Genres.

    Die Geschichte der Operette beginnt im fiktiven Balkan-Herzogtum Pontevedro. Die Botschaft in Paris feiert den Geburtstag des Großherzogs mit einem luxuriösen Ball. Ehrengast ist Hanna Glawari, eine kürzlich verwitwete pontevedrinische Gräfin. Der Botschafter, Baron Mirko Zeta, möchte sie unbedingt daran hindern, im Ausland zu heiraten, da Pontevedro in diesem Fall bankrott gehen würde, wenn der Reichtum der Gräfin die Landesgrenzen verlassen würde. Daher muss die frühere Liebe zwischen Hanna und Graf Danilo Danilowitsch um jeden Preis neu entfacht werden. Während Zeta den Kuppler spielt, wird seine Frau Valencienne zum romantischen Ziel von Graf Camille de Rosillon. Es folgt eine Reihe von gewagten, komischen und liebenswerten Situationen, die zu einem grandiosen Happy End führen.




    image Baths of Caracalla (Terme di Caracalla) / Photo by C.M. Falsini